Dem Drang nach Aufgeben widerstehen
Bibelstelle:
Ich bin ganz sicher, dass Gott sein gutes Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt. (Philipper 1,6)
Andacht:
Ich habe schon einmal einen Satz zitiert, den ich wirklich liebe. Es ist die Ermahnung meines Großvaters Dr. Robert Schuller, „niemals einen Baum im Winter zu fällen“. Als Kind aus Südkalifornien konnte ich damals wenig mit diesem Satz anfangen. Als ich aber als Teenager nach Oklahoma zog, verstand ich ihn endlich in der Tiefe. Hinter unserem Haus gab es einen riesigen Wald voller Bäume. Im Frühling und Sommer waren die Bäume grün und üppig, aber im Winter verloren sie alle ihre Blätter.
In diesem Zustand war es unmöglich, zwischen toten Bäumen und denen zu unterscheiden, die schließlich wieder zum Leben erwachen würden. Monate später, als die Frühlingswärme den Schnee geschmolzen hatte und neues Wachstum hervorkam, war klar, welche Bäume gefällt werden mussten und welche stehen bleiben konnten. Die einfache Wahrheit dahinter ist: Im Winter trägt kein Baum Früchte. Das Ziel ist in dieser Zeit das bloße Überleben. Das ist ein gutes Bild! Denn für uns ist es ebenso wichtig, dem Drang zu widerstehen, aufzugeben, wenn wir längere geistliche Kältephasen ertragen. In solchen Zeiten sind wir versucht, unseren Verlust klein zu halten und wegzurennen. Als weise Menschen sollten wir das nicht tun. Wir sollten vielmehr zu unserem Zentrum Jesus Christus zurückkehren, bevor wir Entscheidungen treffen, die unser restliches Leben beeinflussen können.
Meine Freundin, mein Freund, gib nicht den Segen inmitten einer Wüste auf. Fälle nicht den Baum der Güte Gottes, nur weil er gerade keine Früchte trägt. Während Gott das gute Werk vollendet, das er in dir begonnen hat, wird er dir zeigen, wann und wie du die toten Dinge in deinem Leben zurückschneiden musst. Doch bis er spricht, bleib in seiner Treue verwurzelt und vertraue darauf, dass er dich leitet und beschützt, während der aktuelle Sturm vorüberzieht.
Gebet:
Jesus Christus, ich vertraue darauf, dass du mich von den Schwierigkeiten dieser aktuellen Zeit befreist. Amen!
Zum Nachdenken:
Bei welchen „Bäumen“ bist du gerade versucht, sie zu fällen?