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Impuls für Heute
12. Juli 2026

Zwei Arten von Sünde

Bibelstelle:

Wer Gelegenheit hat, Gutes zu tun, und tut es trotzdem nicht, der wird vor Gott schuldig. (Jakobus 4,17)

Andacht:

Um das großartige zoe-Leben, das ich gestern erwähnt habe, näher zu definieren, muss man auch über Sünde sprechen, die das ewige Leben in uns zerstören will. Bei dem Begriff „Sünde“ schrecken viele Menschen zurück. Viele Christen sind in Familien aufgewachsen, in denen es gesetzlich zuging, und ich glaube, das ist ein Grund dafür, warum manche sich mit dem Wort schwertun. Um Sünde besser zu verstehen, ist es hilfreich zu erkennen, dass es zwei Arten von Sünde gibt.

Die erste Art bezeichnet man in der Theologie als „Tatsünde“. Das meint etwas, das wir sagen oder tun und das jemandem schadet. Diese Tatsünden sind häufig sehr offensichtlich. Vielleicht wurde dir in deiner Kindheit zum Beispiel in der Kirche beigebracht: „Du sollst nicht trinken, nicht rauchen, nicht stehlen, niemandem Schaden zufügen, nicht töten.“ Das sind selbstverständlich Dinge, in denen sich fast alle einig sind.  Es gibt noch die zweite Art von Sünde, die „Unterlassungssünde“. Unterlassungssünden sind das Gegenteil von Tatsünden. Unterlassung bedeutet in diesem Sinne Vernachlässigung: Man lässt etwas geschehen, und sie ist oft unsichtbar. Da man meistens nicht sieht, wenn Menschen Unterlassungssünden begehen, sind sie in Wirklichkeit die größere Plage.

Die Unterlassungssünde finden wir auch in dem Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“. Sie zeigt sich in den Menschen, die vorübergehen, ohne zu helfen. Im Grunde genommen ist das ein Leben ohne Glauben, ohne Risiko und ohne sich für jemanden einzusetzen! In meinen Predigten spreche ich diese Art von Sünde oft an, auch wenn ich nicht immer das Wort Sünde verwende. Beide Arten von Sünde können im Leben eines Menschen vorkommen. Für den heutigen Tag sollst du wissen: Du wurdest dazu geschaffen, die Welt um dich herum und Gottes Schöpfung aktiv zu gestalten und für sie zu sorgen.

Gebet:

Guter Gott, in meinem Leben habe ich schon beide Arten von Sünde begangen. Ich bitte dich um Vergebung dafür. Amen!

Zum Nachdenken:

Wie könntest du heute für die Welt um dich herum sorgen?