Erfüllt von Barmherzigkeit und Liebe
Bibelstelle:
Menschen, die so standhaft waren, sind wirklich glücklich zu schätzen. Zu ihnen sehen wir auf. Denkt doch nur an Hiob! Ihr habt alle schon gehört, wie geduldig er sein Leiden ertragen hat. Und ihr wisst, dass der Herr alles zu einem guten Ende führte. Er ist voller Barmherzigkeit und Liebe. (Jakobus 5,11)
Andacht:
Heute schauen wir noch einmal auf das Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“. Im Lukasevangelium, Kapitel 10, beschreibt Jesus einen jüdischen Mann, der die Straße zwischen Jerusalem und Jericho entlangging. Damals war diese Straße wegen ihrer Enge und ihres Gefälles als „Blutstraße“ bekannt. Was machte sie so gefährlich? Jerusalem liegt ungefähr 800 Meter über dem Meeresspiegel. Im Gegensatz zu Gegenden wie das Death Valley in Kalifornien, das teilweise 85 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, befindet sich Jericho am Toten Meer sogar 250 Meter unter dem Meeresspiegel. Man musste also 1000 Höhenmeter bewältigen, was bei den damaligen Gegebenheiten mühselig war.
Dieser Mann, der die Straße entlangging, wurde überfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen. Die Räuber stahlen ihm seine Habseligkeiten und ließen ihn sterbend dort liegen. Ein Priester, der auf dem Rückweg vom Tempel vorbeikam, sah den Mann und machte einen Bogen um ihn. Ein Tempeldiener – ein Levit, Mitjude, Bruder und Nächster – ging an ihm vorbei. Da sich Priester und Rabbiner zur Zeit von Jesus in vielen Dingen nicht einig waren, endeten viele Geschichten so. Darum musste ein Dritter her, in diesem Fall ein Samariter. Er musste die Situation retten!
Meine Freundin, mein Freund, obwohl zwischen Juden und Samaritern damals Feindschaft bestand, entschied der Samariter sich, mitfühlend und barmherzig zu sein! Er verband sofort die Wunden des Mannes und versorgte ihn. Er behandelte die Wunden mit teurem Öl und Wein. Dann setzte er den verwundeten Mann auf seinen Esel, der damals so etwas wie ein Mercedes AMG war. Schließlich lief er eine lange Strecke neben dem Esel her, trotz der Hitze und der Gefahren für ihn selbst. Sicher ermutigte er den verletzten Mann auch mit Worten dazu, durchzuhalten! Ich möchte dir das als Ermutigung für deinen Alltag weitergeben. Wenn du Barmherzigkeit und Liebe zeigst, ist das für Gott etwas ganz Wertvolles! Das wollte Jesus dir und mir durch die Geschichte vom „barmherzigen Samariter“ aufs Herz legen.
Gebet:
Vater im Himmel, bitte hilf mir, mitfühlend und barmherzig gegenüber anderen in Not zu sein. Amen!
Zum Nachdenken:
Investierst du Zeit und die Mittel, die nötig sind, um jemandem in Not zu helfen?